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Gemeindevertretung:
Daniel Bannasch von MetropolSolar Rhein-Neckar stellt Recherche vor –
Diskussion im Ausschuss
29.04.2009
im Starkenburger Echo
von Brigitta Schilk
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Rimbach.
“Mit dem Hinweis auf die Bürgerversammlung am 2. Juli zum Thema
„Energiekonzept Rimbach“ – um 20 Uhr im Gasthaus „Zur
Krone“ – eröffnete der Vorsitzende der Gemeindevertretung,
Josef Rothmüller, die Sitzung am Dienstag. ...
Die Anfrage von Paul Kötter (CDU) betraf das Zustandekommen
und die Kosten für das Energiekonzept. Außerdem hätte
er gern ein anderes Thema zur Bürgerversammlung vorgeschlagen. Rothmüller
erläuterte, dass er als Vorsitzender das Thema der Bürgerversammlung
festlegen könne. Im Gemeindevorstand sei darüber debattiert
worden. Die Kosten für die Erstellung des Energiekonzepts betrügen
15 000 Euro.
Diplom-Volkswirt Daniel Bannasch von MetropolSolar Rhein-Neckar stellte
im Anschluss seine Recherche zum Energiekonzept vor. Er hob hervor, dass
Rimbach durch die Firma EMS, das Projekt „Woche der Sonne“
und die Solarwette „Beste Kommune“ ein hervorragendes Potenzial
besitze. Die Frage, ob das Energiekonzept eine Chance habe oder
nicht, hänge von dem persönlichen Einsatz der Gemeindevertreter
und aller Bürger ab. „Sie müssen sich aus dem Energiekonzept
heraussuchen, was für Sie taugt“, forderte Bannasch. Es sei
notwendig, darüber nachzudenken, welche Summen jedes Jahr aus Rimbach
für Energieimporte abfließen. „Wenn Rimbach weiter abhängig
ist von Energieträgern, die eingekauft werden müssen, wird es
künftig viel verlieren.“ Bannasch benannte keine Gesamtinvestitionskosten,
da die Kosten immer nur bezogen auf einen Energieträger berechnet
werden könnten.
Neben der Aufschlüsselung des Ist-Zustandes sind im Energiekonzept
viele Maßnahmen aufgeführt. Es bietet einen „bunten
Strauß an Möglichkeiten“ – angefangen
bei den Anreizen, der Beratung und Bildung über das kommunale Energiemanagement
bis zur Wirtschaft. Als nächste Schritte gelte es, eine Vision zu
entwerfen, einzelne Projekte herauszugreifen und dann einen Aktionsplan
aufzustellen.
Ziel von Rimbach müsse nicht sein, die Kommune auf 100 Prozent erneuerbare
Energien umzustellen. Damit es jedoch zu einer systematischen Umsetzung
komme, sei die Einrichtung einer Stelle für einen Energiebeauftragten
eine wesentliche Voraussetzung. Zur Finanzierung der Personalkosten verwies
er auf bundesweite Fördermittel und die Möglichkeit, eine solche
Stelle mit den anderen Weschnitztalgemeinden gemeinsam einzurichten.
Als eine kommunales Projekt nannte der Energieexperte die Straßenbeleuchtung.
Wesentliche Handlungspotenziale lägen bei Bürgern und Gewerbetreibern.
Auf die Privathaushalte und den kommunalen Verbrauch entfalle ein Drittel
des gesamten Stromverbrauchs, Zweidrittel auf das Gewerbe. Um den Handlungsbedarf
den Bürgern nahe zu bringen, seien Anregungen, Motivation, Beratung
und Unterstützung gefordert.
Sein Plädoyer ging dahin, das Energiekonzept nicht unter den Umweltschutz
zu fassen, sondern als Wirtschaftsförderung zu betrachten.
Denn: „Es geht um viel Geld.“ Zuletzt gab er den Tipp, sich
die Projekte herauszusuchen, hinter denen eine Mehrheit stehe. Dann sei
die Chance groß, dass sie Realität werden. Die Gemeindevertreter
überwiesen das Energiekonzept zur weiteren Diskussion an den Ausschuss
für Umwelt, Naturschutz, Bauwesen und Infrastruktur sowie den Haupt-
und Finanzausschuss.
Einstimmig stimmte die Gemeindevertretung bei jeweils zwei Enthaltung
der Grünen und einer von der FWG für die Änderung des Bebauungsplanes
„Westlich der L3409“ in Zotzenbach.
Für die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung für den Bereich
„Am Wolfsberg“ stimmten 28 von 29 Gemeindevertreter und der
Bebauungsplanes „Am Helmesberg/Steinertsklingen“, wurde einstimmig
beschlossen.
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