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Glaube – Der Inder, Moslem und Mörlenbacher Sarver Ali beschenkt
zu Weihnachten seine Kinder und Kunden
24.12.2011
im Starkenburger Echo
von Brigitta Schilk
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ODENWALD.
Die thailändische Masseurin Kanya Eberle und ihre Tochter Thitisa
Thawsrisuban gehören der buddhistischen Gemeinde Frankfurt an. Sie
leben seit 13 Jahren im Odenwald.
In ihrer Religion gibt es kein Weihnachten, doch als die Kinder klein
waren, gab es einen Weihnachtsbaum in der Familie. Nun feiern sie Weihnachten
als ein Familientreffen bei der väterlichen Familie.
Im thailändischen Buddhismus gibt es am 13. April das Neujahr-Wasserfest:
Dabei schenken die erwachsenen Kinder ihren Eltern Wasser mit Blumenduft,
wünschen ihnen Gesundheit und Glück und übergeben Geschenke
wie Kleidung oder Gebrauchsgegenstände. Im Buddhismus sind Geburts-,
Erleuchtungs- und Sterbetag Buddhas Feiertage. Gläubige suchen dann
zum Gebet die Tempel auf. Thitisa empfand als Kind die Winterzeit etwas
Besonderes mit dem Schnee, der Kälte und der Dunkelheit. Inzwischen
hat sie sich daran gewöhnt. Als Buddhistin findet sie es schön,
dass die Menschen sich gegenseitig etwas schenken. „Nervig ist nur,
dass die ganzen Städte voll sind und Hektik herrscht.“
Der Inder Sarver Ali schenkt an seinen Kunden in seiner Änderungsschneiderei
blinkende Weihnachtsmützen. Er ist Moslem und sagt mit strahlenden
Augen: „Wir feiern mit den anderen Religionen, ob Buddhisten oder
Christen, mit.“ Ältere Damen bringen ihm in sein Geschäft
kleine Geschenke, und seine Kinder erhalten auch Geschenke. In der islamischen
Tradition ist das Schenken eigentlich mit dem Fastenmonat Ramadan verbunden,
wenn Geschenke und Geld an arme Leute verteilt werden.
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